Sieben Minuten, um das zu sagen, was Millionen Frauen in Europa täglich erleben: Prof. Stute nutzte ihren Auftritt für eine klare gesundheitspolitische Botschaft. Menopause betrifft über die Hälfte der Bevölkerung – und Frauen verbringen bis zu einem Drittel ihres Lebens in der Postmenopause. Dennoch bleibt das Thema gesellschaftlich, medizinisch und politisch unterversorgt.
Im Zentrum ihres Referats standen vier systemische Barrieren, die einer guten Versorgung heute im Weg stehen: eine unzureichend verankerte, wenig strukturierte medizinische Ausbildung; fehlende oder geografisch ungleich verteilte Spezialangebote; stark variierende Erstattungsmodelle, die wirksame Therapien zu Selbstzahlerleistungen machen; sowie anhaltende gesellschaftliche Stigmatisierung und Fehlinformationen.
An die EU richtete Prof. Stute drei konkrete Forderungen: Menopause in europäische Frauengesundheitsstrategien zu integrieren, Aus- und Weiterbildung von Fachpersonen zu stärken und Ungleichheiten beim Zugang zu evidenzbasierten Behandlungen aktiv abzubauen.
Als zertifiziertes, international anerkanntes Menopausenzentrum begleitet das Inselspital Frauen in dieser biopsychosozialen Umbruchphase mit ganzheitlicher Beratung und langjähriger Expertise. Die Menopause ist dabei mehr als eine Symptomliste oder die Frage «Hormone: ja oder nein?» – sie erfordert Einordnung, Orientierung und passende Versorgungspfade.

